Zum Schwob

Französischer Gulasch

Fleischgrundlage

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2,5 Kg Schmorfleisch vom Rind

Fehlrippe (Hohe Rippe)
Dieses saftige Stück eignet sich erstklassig zum Kochen, Schmoren und Braten. Es ist daher ideal für Schmorbraten, würzige Sauerbraten, deftige Eintöpfe und feine Gulaschgerichte.
Wenn das Fleisch lange genug abgehangen ist (beim Metzger vorbestellen), lässt es sich hervorragend für die Herstellung von Fondue verwenden.

Für die Marinade

4 mittelgroße Zwiebeln
5 mittelgroße Karotten
Schalen von 2 ungespritzten Orangen
4 Lorbeerblätter
10 Gr. schwarze Pfefferkörner
(gemörst)
10 Gr. weiße Pfefferkörner (gemörst)
10 Wacholderbeeren (gemörst)
10 Gr. Senfkörner (gemörst)
0,7 L trockener Merlot

Marinieren:
Die Zwiebeln schälen und in grobe Scheiben schneiden. Das Fleisch in etwas größere Würfel schneiden (oder bereits bei Kauf vom Metzger Ihres Vertrauens schneiden lassen) .

Die Karotten schälen und in 2cm große Würfel schneiden.

Nun das Fleisch in einen tieferen Behälter einfüllen und die Zwiebelscheiben, Karottenwürfel und die Orangenschalen über das Fleisch schichten. Darüber die Gewürze einstreuen. Zum Schluss mit dem Rotwein übergießen und mit einem passenden Deckel dicht verschließen.

Den Behälter über Nacht im Kühlschrank aufbewahren.

Zum Schmoren

4 mittelgroße Zwiebeln
10 mittelgroße Karotten
3 Knoblauchzehen
(frisch)
750 ml Rindfleischbrühe
100 Gr. Butterschmalz

1 EL Tomatenmark
Fleur de sel und Pfeffer
aus der Mühle
15 Gr. Kräuter der Provence (getrocknet)
... Alternativ ein Gewürzsieb mit Kräutern für Schmorgerichte
50 Gr. kalte Butter
1/2 Bund krause Petersilie (frisch)

Zubereitung

Zum Nachkochen

Anbraten:
Das Fleisch aus der Marinade nehmen und abtropfen lassen (die Marinade bitte aufheben). Die weiteren Zutaten wie Zwiebeln und Möhren klein (nicht zu klein) würfeln. Die Knoblauchzehen schälen und klein (jetzt richtig klein) würfeln.

Das Fleisch von allen Seiten in einem großen Bräter mit dem Butterschmalz kräftig braun anbraten. Kurz heraus nehmen und beiseite stellen. In dem vorhandenen Bratensaft die Zwiebelwürfel anschwitzen und eine Handvoll von den Karottenwürfel und die fein gewiegten Knoblauchwürfelchen mit dazu geben (… und dabei immer wieder das „Eingebrannte“, das vom Anbraten des Fleisches am Boden des Bräters anhaftet, mit einem Rührlöffel lösen). Wenn die Zwiebelwürfel leicht angebräunt sind das Tomatenmark einrühren und kurz mitbraten und das Fleisch hinzugeben. Kurz das Ganze erhitzen und mit 0,5 L trockenem Merlot ablöschen.

Bei auf den Bräterrändern aufgelegtem Deckel gut köchelnd die Flüssigkeit im Bräter auf ca. ein Drittel reduzieren lassen (ohne dass der Inhalt im Bräter am Boden einbrennt. … von Zeit zu Zeit umrühren und den Boden des Bräters gründlich vom Eingebrannten lösen).

Mit der Rinderkraftbrühe und 6 Suppenkellen von der Marinade das Ganze übergießen. Zur Abstimmung des Geschmacks noch ein paar Orangenschalen und die Lorbeerblätter aus der Marinade hinzufügen. Den Inhalt mit Fleur de sel und Pfeffer aus der Mühle würzen.

Schmoren:
Deckel auflegen und genießen. Das ist mein liebster Part bei diesem Gericht. Ich gönne mir den Rest des Merlot und lasse das Ganze für ca. 2 Stunden auf kleiner Flamme schmoren (oder im Backofen bei 160°C garen).
Ca. 30 min. vor Ende der Garzeit die restlichen gewürfelten Karotten und die Kräuter der Provence (oder das Gewürzsieb) dazu geben und fertig garen/schmoren lassen.

Sauce:
Nach der Gar-/Schmorzeit das Fleisch und die Zutaten mit einem großen Schaumlöffel herausnehmen und in einer Schüssel kurz parken. Die Orangenschalen und das Gewürzsieb kann beiseite gelegt werden (wird nicht mehr benötigt). Die Flüssigkeit im Bräter mit einem dunklen Saucenbinder leicht anbinden und aufkochen. Dann das Stück eiskalte Butter dazugeben und mit dem Schneebesen schaumig aufschlagen („aufmontieren“).

Die Sauce über das Fleisch gießen und die fein gehackte Petersilie darüber streuen. Fertig! … bon appétit

Mögliche Ergänzungen

  • Das Gericht kann gerne mit Champignons oder gemischte Waldpilze ergänzt werden.
  • Zu Weihnachten hatte ich das Gulsch auch schon mit in der Sauce geschmorten Rosenkohl serviert.
  • Wer möchte, darf dem Gulasch kurz vor Fertigstellung eine Rahmnote mit Creme fraīche geben. Dazu empfehle ich aber die Zugabe von einem Kaffeelöffel voll Born-Senf (Thüringer Senf).

Noch ein Tipp:

  • Wie viele andere Gulasch-Variationen schmeckt auch dieses Gulasch am Tag danach noch viel besser.

... das Ganze zum Ausdrucken

Guten Appetit



... einkaufen, nachkochen und genießen [89 KB] ... alles auf 2 Seiten ... viel Spaß

Bis die Tage
Euer Schwob

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