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Der Most

... an Moschd

Ein guter Most heilt jeden Schmerz,
er ist des Schwaben Perle.
Der Wein erfreut des Menschen Herz,
d’r Most d’r ganza Kerle.
(Johannes Jakob, Suppingen)

Zum Mosten eignet sich am besten ein säuerlicher, gut
ausgereifter Apfel : Rambour (Mitte bis Ende Oktober)

Das gleiche gilt auch für eine gute Mostbirne: Wasserbirne
(Oktober bis Anfang November)

Birnen sind übrigens ergiebiger als Äpfel. Das liegt einfach
am Zuckergehalt. Gerade, wenn bereits früh im Herbst
mit dem Mosten begonnen wird.

Bei einem Verhältnis 1/3 Birnen mit 2/3 Äpfel pendelt sich der
typische Geschmack des Mostes ein, den ich aus meiner Kind-
heit her kenne. Durch einen höheren Gerbstoffanteil als Äpfel
fördern Birnen eine gute Klärung des Mostes, senken den Säure-
gehalt und machen dadurch den Most milder.

Meine "Kehlenmeinung":
An guader Moscht isch klar wia a Brillaglas
an grandiger triab wia a ald`s Wasserglas

Moschd als Medizin

Ein Gaul trabt locker 30 Jahr, dann schreitet er von dannen,
trotz zwoi Paar Fias mit kromme Eisa dra.

A Schaf frisst d`lieba lange Dag blos grienes Gras.
Mit 20 isch au Schluss mit dera sei warm Woll.

A Kuha saufts ganza Leba blos sei Wasser aus em Trog,
nach 18 Jahren isch`s aus mit frischa Milch ond meiner Butter.

Mit 14 hot sei Leba au für d`Hond a endgültig End,
dann brauchts koi Floischwurscht me zom Fressa.

Die Katz schleicht auf leisa Pfota um Hof ond um d` Stall,
wenn`s 13 isch, isch`s aus domit, no sen de Meis alloi.

A Henna legt a Leba lang sei Eier für d`Frühschtücksdeller.
6 Lenze lang - dann gackert au dia uff Ewig nemmer.

D´Schwob sauft d`Moscht trotz arger Galla,
ond überlebt dia Viecher alle.

Drom sauff i Moscht scho ab d`Zehn,
uff mei gsond`s ond luschdig`s Schwobaleba.


Bis die Tage ...
Euer Schwob

Das Moschd-Lied


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