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Am Vortag zu Weihnacht

Am Vortag zu Weihnacht



Lass uns einen schönen Tag verbringen. Gebrannte Nüsse, Mandeln und den Glühwein riechen. Schnell noch die paar Geschenke kaufen. Lass uns in die Geschäfte gehen, nur zum Sehen, fast gar nichts zu kaufen. Dazwischen doch ein wenig Geld ausgeben. Sich langsam von der Ruhe trennen. Glühwein könnte man auch jetzt schon trinken. Frierend mit den Kindern einen Weihnachtsbaum bestaunen. Die Oma droht mit Kreislaufschwund. Smartphone winkend, hetzend, bis zum nächsten Rempler wankend. Die Kinder nerven unentwegt. Wieso sind so viele Menschen hier. Wer hat an solchen Tagen Kinderwagen zugelassen? Schnell noch einen Happen essen. Mit den vielen Taschen schwappt das Tablet mit all den Kaffeetassen.

Zwanzig Nachrichten lesen, mit den Freunden noch geäppt. Die Kinder mit Kakao verschmiert. Man kann mit diesem Gefolge nirgendwo hin. Guck, der Nachbar. Siehst Du die Kette. Der Schmuck ist ja ach so günstig. Sparen wir mit jedem Kauf, wir sind so schlau. Schau, so einen Mantel möchte ich haben. Die Kreditkarte bereits bis ans Limit hochgeladen. Was wollten die Kinder unter den Baum? Verschieben wir das Fest auf Ostern, das ginge doch auch. Vorsicht Hund, freilaufende Greise und vollgepackte Rollatoren. Noch mal zu Douglas. Man findet kaum wieder raus. Das Smartphone im Lokal vergessen. Zurückgerannt. Gefunden, geschunden, aber dank des Handys wieder am Leben dabei.

Müssen noch zum Glühweinstand. Teuer der Wein, aber heiß. Gut an diesem Tag ist was anders. Hier geht’s zu wie am Bau. Können wir nicht nach Hause gehen. Schnell noch einen Streit im Stehen. Hast Du die Kinder gesehen. Fuchtelnd nach den Knirpsen suchend. Die Taschen ecken an den überflüssigen Passanten. Endlich im Parkhaus. Schlange am Kassenautomat. Kleingeld fehlt. Zurück, noch ein Kaffee im Stehen. Am Standnachbarn geärgert. Überteuert die braune Brühe bezahlt. Kleingeld wird gleich abgezählt.

Das Parkdeck total vergessen. Stau an der Ausfahrt. Macht doch bitte das Radio leiser. Zu viele Autos in dieser verdammten Stadt. Kann den keiner mehr den Bus nehmen? Schon wieder rot. Genervt bis unter die Haare. Zuhause dem Nervtod so nahe. Nächstes Jahr wird alles anders. Hoi, wie schön könnten all die vorweihnachtlichen Einkäufe sein. Das wird bei diesem erlebten Gewatz, das hab ich mir mal so gedacht, ein wenig besinnlich Weihnachtsfeste.

Und wenn`s dann ganz verkackt das Ganze, dann mit den falsch gekauften Gaben zum vermaledeiten Feste.


Bis die Tage ...
Euer Schwob


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