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Geografische Regionen des Schwaben-Dialektes

Dialekt-Stämme der Schwaben

Der geografische Raum der schwäbischen Sprache wird aufgrund seines geschichtlichen Ursprungs in West-, Mittel- und Ostschwäbisch unterteilt. Die Grenzen der drei Regionen werden im Einzelnen leicht unterschiedlich gezogen und begründen sich aus den alten Herrscherhäusern. In einer groben Annäherung an den heutigen Dialektgrenzen, liegen Westschwäbisch und Mittelschwäbisch in Baden-Württemberg, Ostschwäbisch im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben.

Mittelschwäbisch, auch als das sogenannte „Neckarschwäbisch“ bezeichnet, wird in den einwohnerstarken Gebieten Stuttgart, Böblingen, Sindelfingen, Tübingen, Reutlingen, Esslingen, Kirchheim, Nürtingen, Waiblingen, Winnenden, Backnang und Göppingen gesprochen. In der allgemeinen Wahrnehmung der „hochdeutsch“ sprechenden Bevölkerung unserer BRD hat sich der mittelschwäbische Dialekt als typisch Schwäbisch etabliert.

Südwestschwäbisch. Das südwestschwäbische Gebiet beginnt mit einem sehr schmalen Streifen einzelner Dörfer südwestlich von Calw und wird weiter südlich immer breiter. Es umfasst die Bereiche Rottenburg, Freudenstadt, Horb, Sulz, Hechingen, Balingen, Albstadt und Sigmaringen. Weiter südlich, etwa ab Sigmaringen, geht der südwestschwäbische Dialekt in das am Bodensee gesprochene Alemannische über.

Ostschwäbisch wird in den württembergischen Gebieten Aalen, Heidenheim und Ulm gesprochen, sowie nahezu im ganzen bayrischen Regierungsbezirk Schwaben, von Nördlingen im Norden über Augsburg in der Mitte bis Kempten im Süden. Die geografische Ostgrenze zum bayerischen Dialekt ist der Lech.

Das Älblerische, von vielen als eigener Dialekt bzw. typischer Sprachraum vermutet, gibt es aus Sicht der Sprachwissenschaftler nicht. Eine solche regional bezogene Differenzierung zum Albraum entstammt lediglich der schwäbischen Spaßliteratur. Beispiel: Was sind die drei größten Plagen der Menschheit? Cholera, Lepra und von d'r Alb`ra.

Am 25. April 1952 entstand durch das Zusammenlegen der Bundesländer (Süd-)Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern das heutige Bundesland Baden-Württemberg. Zur Fairness im Zuge dieser Zusammenlegung gehört es aber zu erwähnen, dass im ehemaligen Land Baden die Mehrheit der Badener gegen diese Fusion stimmte.

Obwohl die Zusammenlegung über 55 Jahre zurückliegt, wird bis heute viel Wert auf lokale Unterschiede und Abgrenzung gelegt. Das ist insbesondere aus der viel Zitierten „Hass-Liebe“ zwischen Badenern und Württembergern begründet Die Unterschiede sind nicht nur im Dialekt hörbar, sondern auch innerhalb der jeweils typischen Küche auszumachen.

Von mir am Rande angeführt:
Durch die vermehrte Zunahme sogenannter „rei Gschmeckter“ (neu Zugezogener) in die jeweiligen Ballungsräume Stuttgart, Böblingen und den Neckarraum, hat sich jene Gruppe überproportional erhöht, die kein Schwäbisch versteht. In fast gleichem Maße ist, geschuldet der schulischen Knechtschaft unserer Kinder (hin zum Schriftdeutschen), jene Gruppe stark dezimiert, die heute noch das Schwäbische als Dialekt sprechen. Ein kleines Trostpflaster sei mir gegönnt. In Berlin hört man zwischenzeitlich immer mehr schwäbische Wortklänge, wobei die typisch Berliner-Schnauze gleichfalls in den Hintergrund gerät. Für beide „Dialekt-Stämme“, eine aus meiner Sicht bedenkliche Entwicklung.

... nicht so ernst gemeint

… und am sechten Tag erschuf Gott den Menschen.

Alle ... fast alle waren glücklich. Alle Völker dieser Erde hatten ihre eigene Sprache und die einzelnen Volksstämme ihre ureigenen Dialekte, selbst die Bayern und der Preusse. Nur für den Volksstamm der Schwaben war keine befremdlich klingende Sprache wie sie die Bayern pflegen, noch ein abgehobener Dialekt wie bei den Preussen übrig geblieben. Darüber war der Schwabe an sich sehr traurig. Irgendwann hatte Gott nach langem Grübeln eine Eingebung und meinte beruhigend zum Schwabe: „Sodele, jetzet han is: Woischt was du Schwobaseggele; i han jetzadle grad lang gnuag über a eigne Sproch oder an treffenda Dialekt für de nochgrübelt. Reg de über dei Sproch, wias se grad isch ond dia du in aller herrgottszukunft schwätza wirscht net so geschert uff.

... S`bleibt so wias isch, no schwätscht halt grad so weiter wia i!“


Bis die Tage ...
Euer Schwob



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